Gemeinde Ölbronn-Dürrn

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Geschichte

Zur Geschichte von Ölbronn-Dürrn

Im Zuge der Gemeindereform wurden Ölbronn und Dürrn 1974 zur neuen Gemeinde Ölbronn-Dürrn zusammengeschlossen. Dadurch sollten die Zukunftsprojekte in einen größeren Rahmen gestellt werden, um die anstehenden Aufgaben leichter lösen und bewältigen zu können. Nachstehend wird der Geschichte beider Orte bis zum Jahre 1974 erzählt.

Luftbild Oelbronn
Luftbild Oelbronn
Luftbild Duerrn
Luftbild Duerrn

Ölbronn

Ölbronn wurde erstmals im Jahr 1244 als Elebrune“ urkundlich erwähnt. Das Dorf gilt als eine vermutlich erst im Hochmittelalter entstandene Nachfolgesiedlung des abgegangenen Mühlhausen („Mulinhusen“). Die ortsherrschaftlichen Rechte in Ölbronn gelangten 1270/85 aus dem Besitz der Herren von Enzberg/Niefern an das Kloster Maulbronn. Dessen umfangreiches Territorium kam 1504 unter den Schirm des Herzogtums Württemberg. Nach der Reformation und Säkularisation der Abtei zählte Ölbronn zu dessen Klosteramt Maulbronn. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde das Dorf 1622 von kaiserlichen Truppen niedergebrannt und der größte Teil der Einwohnerschaft, angeblich 500 Menschen, getötet. Im 19. Jahrhundert gehörte Ölbronn zum Oberamt Maulbronn. Mit dessen Auflösung gelangte der Ort 1938 zum Landkreis Vaihingen und ist seit 1973 Teil des Enzkreises.

Der Wirtschaftpionier Ferdinand von Steinbeis (1807–1893) ist in Ölbronn geboren. Als Präsident der Zentralstelle für Gewerbe und Handel in Stuttgart gilt er als Motor der Industrialisierung in Württemberg. Auch Kammersänger Gottlob Frick (1906–1994), der als „der Welt schwärzester Bass“ in die Operngeschichte einging, stammt aus Ölbronn. Die Gottlob-Frick-Gesellschaft hat dort ihren Sitz und erinnert mit einer im Rathaus eingerichteten Gedenkstätte an den großen Sänger.

Weiterführende Informationen enthält die gedruckte Ortsgeschichte von Johannes Haßpacher, die bei der Gemeindeverwaltung erhältlich ist.

Dürrn

Eine wesentlich kompliziertere Besitzgeschichte hat Dürrn aufzuweisen. Der Name des Ortes ist 1285 als „Durne“ erstmals urkundlich erwähnt. Wenngleich ein römischer Viergötterstein auf der dortigen Gemarkung gefunden wurde, so handelt es sich beim jetzigen Dorf Dürrn um eine Ausbausiedlung aus vielleicht noch fränkischer Zeit, die nach dem Abgang des benachbarten Ortes Dalfingen („Dagolfingen“) an Bedeutung gewann. Dürrn gelangte im Spätmittelalter unter die Hoheit mehrerer Herrschaftsträger, die nach- und nebeneinander verschiedene Rechte besaßen. 1512 sind als gemeinsame Vogtherren das Herzogtum Württemberg und die Markgrafschaft Baden sowie die Adelsfamilien Leutrum von Ertingen und von Wallstein bezeugt. Kirchlich gehörte Dürrn lange zum benachbarten Kieselbronn, bis es 1656 eine eigene evangelische Pfarrei erhielt. 1687 konnte Baden weitere Anteile an der Ortsherrschaft erwerben und brachte schließlich 1730 ganz Dürrn mit dem zugehörigen Karlshäuserhof in seinen Besitz. Dürrn gehörte zum Oberamt, später Bezirksamt und 1936 bis 1972 Landkreis Pforzheim.

Aus Dürrn stammen der Fußballprofi Bernd Klotz (geb. 1958) und die Behindertensportlerin Dagmar Vollmer (geb. 1968).

 

Weiterführende Informationen enthält die gedruckte Ortsgeschichte von Konstantin Huber, die bei der Gemeindeverwaltung erhältlich ist.

Kontakt

Rathaus Dürrn
Hauptstraße 53
75248 Ölbronn-Dürrn
Tel.: 07237 422-0
Fax: 07237 422-33
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